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Internationaler Frauentag

8. März = Weltfrauentag

Gibt es ihn wirklich oder nur in meiner Erinnerung, verschwommen und nicht mehr ganz klar - mehr Schein als Sein?

Jetzt wo meine Weiblichkeit zu neuem Leben erwacht denke ich mit anderer Qualität an den 8. März, als noch vor Jahrzehnten im Kreise der Gewerkschaftsjugend. Damals ging es um Frauenrechte - welche Leistungen, welche Errungenschaften verdanken wir Frauen. Welche Hürden mussten Sie auf sich nehmen, welche Niederschläge erdulden, welche Todesängste ausstehen und welche Todesqualen erleiden frag ich mich heute. Wie mag das Leben gewesen sein, zu Zeiten von Göttinnen und Frauenkult? Aber es war Monokultur - sowie heute das Patriarchat. Es wird sich auch nicht halten, es wird Zerbröckeln - so wie es ja bereits der Fall ist. Es ist wie in der Landwirtschaft - Monokulturen sind schädlich, weisen Mangel auf und sind auf Dauer unhaltbar, egal ob Matriarchat oder Patriarchat - nur gemeinsam, nur eine Mischung aus beiden könnte Bestand haben. Ich fürchte nur, dazu leben wir nicht mehr lange genug.


In der Kirche gibt es ihn gar nicht mehr - hat es ihn überhaupt je gegeben? Ich weiss es nicht.

Die katholische Kirche feiert am 8. März 2019 den Familienfasttag - schade, denn genau die Kirche würde den Frauentag ganz dringend brauchen, hätte sie doch so vieles Wiedergutzumachen.

 

Ich freue mich auf morgen. Am Nachmittag habe ich einen Zwirnknopfworkshop im Kreise lieber Frauen. Der verspricht schon mal ruhig und entspannt zu werden.

Am Abend werde ich bei meiner kleinen Feuerstelle ein Feuer entfachen und all der Göttinnen, Ahninnen, Heilerinnen, weisen, mutigen und starken Frauen gedenken, Mütter und Großmütter. Alle die, die für ihr Anderssein ausgestossen, verfolgt und getötet wurden. Ich sehe mich ums Feuer tanzen und bin mir sicher, wir werden jede Menge Spass haben!

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